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One Health: Gesundheit von Mensch und Tier gehört zusammen

Wissenschaftliche Auswertungen zeigen: Jedes Jahr werden beim Menschen fünf neue Infektionskrankheiten entdeckt. Die meisten Krankheiten, die beim Menschen neu oder zum wiederholten Mal auftreten, gehen von Tieren aus. Prominente Beispiele waren 2014 bis 2016 die bisher schwerste Ebolafieber-Epidemie in Westafrika, die vor zwanzig Jahren entdeckte Lungenkrankheit SARS und der Ausbruch von BSE («Rinderwahnsinn») in den frühen 1990er-Jahren in Grossbritannien. Vor diesem Hintergrund ist eine Zusammenarbeit von Veterinärmedizin, Humanmedizin und Umweltwissenschaften dringend geboten.

Für diesen ganzheitlichen Zugang hat sich die Bezeichnung «One Health» etabliert. Behörden und Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft arbeiten im Rahmen dieses Konzepts gemeinsam darauf hin, Zusammenhänge aufzudecken und mit geeigneten Massnahmen die Gesundheit von Mensch und Tier in einem intakten Ökosystem zu erhalten. Auf internationaler Ebene kooperieren die Weltorganisationen für Gesundheit (WHO), für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) und für Tiergesundheit (WOAH). In der Schweiz haben vier betroffene Bundesämter und weitere Partner 2017 die Plattform «One Health» etabliert. Ein historischer Vorläufer ist der US-Veterinärepidemiologe Calvin Schwabe, der 1964 mit dem Begriff «One Medicine» auf eine enge Kooperation von Tier- und Humanmedizin hinwirkte.

60 Prozent der Krankheitserreger beim Menschen stammen von Tieren.

5 neu entdeckte Infektionskrankheiten beim Menschen gibt es pro Jahr.

20 Prozent der Verluste der Tierproduktion entstehen weltweit durch Seuchen.

Quelle: Europäische Kommission, World Organisation for Animal Health

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