Labortiere vom Zuchtbetrieb zum Labor
1. Einleitung
Die forschenden Pharmafirmen beziehen den grössten Teil der von ihr benötigten Versuchstiere von zertifizierten Zuchtbetrieben auf dem internationalen Markt – vor allem aus Europa. Je nach Forschungsziel müssen die in einer Studie eingesetzten Tiere ganz spezifische Merkmale aufweisen. Um die Streuung der Versuchsergebnisse und damit auch die Zahl der Versuchstiere zu reduzieren, werden die Tierversuche standardisiert. Die Standardisierung erfolgt bei den Haltungsbedingungen der Tiere (exogene Faktoren) sowie bei den Versuchstieren selbst (endogene Faktoren wie Alter, Geschlecht, Genotyp, physischer Zustand und Physiologie). Zusätzlich wird definiert, ob eine bestimmte genetische Veränderung erforderlich ist. Die Zusammenarbeit mit «Preferred Vendors» – bevorzugten Partnern – stellt sicher, dass eine bestimmte Qualität der Tiere vorhanden ist und die Spezifika eingehalten werden. Zentral ist auch eine Standardisierung des Gesundheitszustands der Tiere. Denn die Labortiere, die für Studien gezüchtet werden, müssen frei sein von Keimen und Erregern, die andere Tiere krank machen oder sich auf die Versuchsergebnisse auswirken können. Dies alles erfordert Erfahrung und Expertenwissen bei den Zuchtbetrieben und den forschenden Pharmaunternehmen.