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One Health: Gesundheit von Mensch und Tier gehört zusammen

Wenn Tiere erkranken, dann sind sie zunächst selbst bedroht. In besonderem Mass gilt das für hoch ansteckende Seuchen, die mitunter ganze Tierbestände in kürzester Zeit dahinraffen. Rund ein Fünftel der Verluste in der Tierproduktion entstehen weltweit durch Seuchen. Eine bekannte Krankheit ist die bei Paarhufern auftretende Maul- und Klauenseuche. Sie ist eine der verheerendsten Viruserkrankungen landwirtschaftlicher Nutztiere. Die Krankheit ist hoch ansteckend und befällt meist alle Tiere einer Herde. Der Erreger – ein Virus der Gattung Aphthovirus – bleibt in Stallschmutz, Mist und Jauche mitunter mehrere Monate ansteckend. Ein anderes Beispiel ist die Klassische Schweinepest, die Schweine ebenso betrifft wie Wildschweine. Beide Krankheiten sind in der Schweiz verschwunden, verursachen weltweit aber erhebliche Schäden.

Tierseuchen befallen nicht nur Tiere, sie können auch für Menschen gefährlich werden. So schätzt die Weltgesundheitsorganisation, dass weltweit jedes Jahr 59 000 Menschen an Tollwut sterben, die meisten in Asien und Afrika. Krankheiten, die zwischen Mensch und Tier übertragen werden, werden unter der Bezeichnung Zoonosen zusammengefasst. Ein Beispiel ist die Vogelgrippe, unter Fachpersonen bekannt als hochpathogene aviäre Influenza (HPAI). Im Winter 2012/2013 waren europaweit in über 2 400 Betrieben fast 50 Millionen Tiere betroffen und mussten getötet werden. Immer wieder werden auch in der Schweiz infizierte Wildtiere gefunden, zum Beispiel bei Lachmöwen. Mit geeigneten Massnahmen wird eine Übertragung auf das Hausgeflügel bzw. auf den Menschen unterbunden.

Aus dem Radar Bulletin zur hochpathogenen aviären Influenza (HPAI)

Nach einer kurzen Pause hat sich die HPAI-Situation in Europa wieder verschlechtert. Sporadische Fälle bei Säugetieren, vor allem Fleischfressern, werden immer wieder gemeldet. Das Risiko für Geflügel ist für die nächsten Monate schwierig vorherzusagen. Das Risiko einer Übertragung auf den Menschen schätzen Expertinnen und Experten immer noch als tief ein. In der Schweiz laufen bereits seit mehreren Jahren Programme zur Überwachung der Schweineinfluenza bei Mensch und Schwein (SIV-Programme) und zum Monitoring der Wildtiergesundheit (Gesundheitsmonitoring Wild).

Quelle: BLV – Radar Bulletin

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