Zehn Jahre Animal Welfare Charta
3. Von der Stiftung Forschung 3R zum 3R-Kompetenzzentrum
Nicht erst mit der Schaffung der Animal Welfare Charta im Jahr 2010 setzten die forschenden Pharmafirmen der Schweiz Massstäbe und Zeichen. Bereits an der Gründung der Stiftung Forschung 3R im Jahr 1987 war die Industrie massgeblich beteiligt. Die Stiftung, ein Gemeinschaftswerk der parlamentarischen Gruppe für Tierversuchsfragen, des Fonds für versuchstierfreie Forschung und Interpharma, unter der Aufsicht des Eidgenössischen Departements des Innern, förderte über mehr als drei Jahrzehnte die Forschung für bessere Methoden und Alternativen zu Tierversuchen. Zwischen 1987 und 2018 unterstützte die Stiftung 146 Forschungsprojekte zur Umsetzung und Verbreitung der 3R-Grundsätze mit Förderbeiträgen in der Höhe von 19.6 Millionen Franken. Die Mittel stammten paritätisch von Bund und Wirtschaft. Heute wird diese Entwicklung vom 2018 gegründeten nationalen 3R-Kompetenzzentrum 3RCC weitergeführt und gestärkt. Im 3RCC sind Akademien, Industrie, Behörden und Tierschutz vereint und fördern gemeinsam Projekte, die einen klaren Einfluss auf den Ersatz, die Reduktion und die Verfeinerung von Tierversuchen haben und im Vergleich zu bestehenden Methoden einen wissenschaftlichen und ethischen Nutzen bringen.