Zehn Jahre Animal Welfare Charta
4. Einbezug der Akademien – zusammen international wirken
Die Animal Welfare Charta der Pharmaindustrie setzte Meilensteine, die auch von den akademischen Forschenden als richtungsweisend anerkannt wurden. Die Charta beeinflusste massgeblich die Formulierung von Grundsätzen und Zielen der Basler Deklaration – ein Aufruf der Akademien für mehr Vertrauen, Transparenz und Kommunikation in der Tierforschung. Die Basler Deklaration wurde am 29. November 2010 im Rahmen der ersten Basler Konferenz «Research at a crossroads» verabschiedet. Wie die Deklaration von Helsinki, in welcher die ethischen Grundsätze für die klinische Forschung am Menschen formuliert sind, will die «Basel Declaration Society» dazu beitragen, dass ethische Prinzipien wie die 3R in der tierexperimentellen Forschung weltweit angewendet werden. Erstunterzeichnet wurde die Deklaration von über 60 akademischen Forscherinnen und Forschern aus der Schweiz, aus England, Frankreich und Schweden. Inzwischen wurde die Basler Deklaration von über 4 700 Vertreterinnen und Vertretern der akademischen Forschung aus 65 Ländern unterzeichnet. Gemeinsam setzen die Animal Welfare Charta und die Basler Deklaration ein wichtiges Zeichen für die Förderung des Wohlergehens von Labortieren in der industriellen und auch der akademischen biomedizinischen Forschung. Die internationale Verbreitung der Selbstverpflichtungen von Industrie und Akademie ist von besonderer Bedeutung, weil anders als in der Schweiz und Europa die Forschung am Tier in vielen anderen Ländern der Welt gesetzlich nur unzulänglich oder zum Teil gar nicht reguliert ist.