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Impfstoff- und Testentwicklung für SARS-CoV-2

3. Seit dreissig Jahren mRNA erforscht

Boten-RNA-Impfstoffe wurden in den letzten dreissig Jahren entdeckt und weiterentwickelt. Synthetisch hergestellte RNA wird per Impfung in körperliche Zellen eingebracht. Diese dienen der Zelle als Bauanleitung für Proteine, die wiederum eine Abwehrreaktion gegen das Virus auslösen. Wenn RNA Information zur Herstellung von Proteinen in eine Zelle trägt, wird sie Boten-RNA oder messenger-RNA (engl.) genannt – daher das Kürzel «mRNA». Die ungarische Wissenschaftlerin Katalin Kariko leistete Anfang der 1990er-Jahre Pionierarbeit in der Entwicklung von therapeutischen Ansätzen mit mRNA. Nach einer anfänglich schwierigen Suche nach Forschungsgeldern gelang ihr mit Forscherkollege Drew Weissman in den USA die Entdeckung einer funktionierenden Immunantwort durch synthetische mRNA. Kariko setzte nach ihrer universitären Karriere die Forschung bei BioNTech fort. Eigentlich fokussierte sich ihr Team auf Vakzine gegen Krebs, wobei jeweils für ein Krebsvorkommen spezifische mRNA für den Patienten hergestellt werden. Mit dem Beginn der Pandemie jedoch konzentrierten sich BioNTech und ihre Partnerin Pfizer auf die Impfstoffentwicklung für SARS-CoV-2. Anstatt von Grund auf alles neu zu entwickeln, suchte BioNTech nach der korrekten mRNA-Sequenz für die Produktion eines Proteins, das eine Abwehrreaktion gegen das Virus auslöst.

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