Gemeinsam gegen Covid-19
4. Impfstoffentwicklung in Rekordzeit
In der Regel dauert es 6 bis 15 Jahre, bis ein neuer marktreifer Impfstoff vorliegt. Die Impfstoffentwicklung ist ein hochkomplexer Prozess (vgl. Schaubild auf Seiten 4/5). Doch in der Bekämpfung von Covid-19 könnte dieser gemäss Expertenschätzung auf 12 bis 18 Monate verkürzt werden. Wie ist eine solche Impfstoffentwicklung in Rekordzeit möglich? Ausschlaggebend ist der einzigartige Austausch von forschender Pharmaindustrie und Partnern aus der Akademie in globalen Allianzen und firmenübergreifenden Projekten. Gemeinsam konnten die Unternehmen rasch zusätzliche Forschungs- und Produktionskapazitäten mobilisieren und sind auch in der Lage, mehrere klinische Studienphasen zu kombinieren. So zählte die Weltgesundheitsorganisation Ende Juli bereits 165 Impfstoffkandidaten (139 in der präklinischen und 26 in der klinischen Phase).
Darunter sind auch mehrere Projekte von Interpharma-Mitgliedern: Johnson & Johnson konnte mit seinem Unternehmen Janssen und dessen Vaccines-Standort in Bern bereits im Juli eine Phase-1-Studie starten. An vielversprechenden Impfstoffkandidaten arbeiten auch AstraZeneca gemeinsam mit der Universität Oxford, Sanofi und GSK, Merck & Co. sowie Pfizer in Zusammenarbeit mit dem deutschen Biotechunternehmen BioNTech. Wichtig in diesem Prozess ist auch das Zusammenspiel mit Regierungen und Behörden. Durch eine schnellere Marktzulassung kann weiter Zeit gewonnen werden im Kampf gegen Covid-19.