Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter, um informiert zu bleiben.

Newsletter Overlay
Anrede*
* Pflichtfelder
Policy
Verzeichnis

Report 2023

Minimale Belastung im Vivarium (Refinement)

Wir wollen den wissenschaftlichen Nachweis führen, dass eine artgerechte Unterbringung von Labortieren unnötiges Leid oder negative Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit der Tiere verhindert und sich positiv auf die Zuverlässigkeit der gewonnenen Daten auswirkt.

Labortiere, die durch Haltung und Handling weniger belastet sind, empfinden weniger Stress und Angst. Leben die Tiere in speziellen Grossgruppen (in Grossraumkäfigen für Ratten oder Mäuse, in Bodenhaltung) unter artgerechten Bedingungen und mit stark verbessertem Tierschutz, steigt auch die Qualität der Forschungsdaten, die beispielsweise Prognosen über die Wirksamkeit von Medikamenten beim Menschen ermöglichen sollen.

Sogenannte Refinement Teams entwickeln und testen verschiedene Prozesse, die eine Verbesserung der Handling- und Haltungsbedingungen – und somit des Tierwohls – bewirken können. Um die Effekte der unterschiedlichen Refinement-Versuche zu erforschen, werden Daten zum Verhalten der Tiere im Rahmen von In-vivoStudien erhoben. Dabei konzentrieren wir uns vor allem auf die Gestaltung der Umgebung der Labortiere und untersuchen z. B. den Zusammenhang von Stress und Einstreu- und Nestmaterial. Das Ziel ist, stressbedingtes Verhalten durch bessere Haltungs- und Handlingformen (etwa mithilfe eines Tunnels) zu verringern.

Darüber hinaus liegt ein weiterer Fokus darauf, bei In-vivoStudien die Umgebung der Tiere stetig zu verbessern: besseres Management der Körpertemperatur während der Narkose, angenehmere Oberflächen der Wiegestationen für Mäuse oder Einsatz von «Dummies» bei Schulungen («Mimicky Mouse» oder «Cita Rat»).

Das Ziel ist, mithilfe von In-vivoStudien die unterschiedlichen Vorlieben einzelner Mäuse und ganzer Stämme für bestimmte Umgebungen zu erkennen. Wir verändern oder wechseln beispielsweise die Umgebung, um herauszufinden, was die Tiere bevorzugen, und messen per Biomarker, wie sich der Stresspegel verändert, wenn bestimmte Belastungen wegfallen (z. B. Reduktion der Tierzahl in einem Typ-III-Käfig, Mitnahme des gewohnten Nests bei einem Käfigwechsel oder weniger häufige bzw. nur absolut notwendige Käfigwechsel).

Projektname: Minimale Belastung im Vivarium (Refinement)
Charta-Artikel: 1, 2

Nächster Beitrag